Ratten im Haus: Was tun?

Ratten im Haus? Nein danke! Erfahren Sie hier, wie Sie einem Rattenbefall vorbeugen können und welche Anzeichen es für Ratten im Haus gibt.

Zwei Schädlingsbekämpfer im Einsatz

Ratten im Haus oder in der Wohnung? Allein die Vorstellung treibt vermutlich den meisten von uns Gänsehaut in den Nacken. Schließlich können die Nager Krankheiten übertragen und verheerende Schäden anrichten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie einem Rattenbefall vorbeugen können und welche Anzeichen es für Ratten im Haus gibt.

1. Rattenbefall vorbeugen

Lebensmittel und Müll richtig lagern

Ratten sind stets auf der Suche nach Nahrung. Offene Lebensmittel oder Müll ziehen Ratten magisch an. Glücklicherweise lassen sich in dieser Hinsicht einige vorbeugende Maßnahmen treffen: 

  • Lagern Sie Lebensmittel in verschlossenen Behältern aus Plastik oder Glas.
  • Vermeiden Sie Tauben- oder Entenfütterungen mit Speiseresten oder Brot in Ihrem Garten oder auf Ihrem Grundstück. Denn neben Vögeln werden davon auch Ratten angelockt.
  • Entsorgen Sie Müll in verschlossenen Mülltonnen und lassen keine Müllsäcke im Freien liegen. Müllbeutel sollten stets fest verknotet sein, denn sie bieten Ratten ein reiches Nahrungsangebot.
  • Werfen Sie Essensreste und Gekochtes lieber in die Biomülltonne, als auf den Komposthaufen. Eine sichere Alternative zum klassischen offenen Komposthaufen sind Schnellkomposter mit einem engmaschigen Netz am Boden und einem fest verschlossenen Deckel.
  • Bringen Sie Tierfutter in gut verschlossenen Behältern unter und lassen Sie keine gefüllten Näpfe stehen, insbesondere nachts.
Effektive Rattenbekämpfung: Fraßköder mit rodentiziden Wirkstoffen
Ratten stöbern auf Nahrungssuche gerne durch Müll

2. Bauliche Vorsichtsmaßnahmen

Wenn es draußen kühler wird, suchen Ratten gerne Zuflucht im Haus. Dort haben sie es warm und finden Nahrung. Durch bauliche Vorsichtsmaßnahmen können Sie den Nagern den Zugang zu Ihrem Zuhause zumindest erschweren. 

  • Überprüfen Sie Ihr Haus auf Risse oder Löcher und verschließen Sie diese. Ratten können durch sehr kleine Öffnungen eindringen.
  • Installieren Sie Gitter an Abflüssen und Lüftungsschlitzen, um den Zugang zu verhindern.
  • Sorgen Sie dafür, dass Türen und Fenster dicht schließen, um das Eindringen von Nagetieren zu verhindern.
  • Schneiden Sie überhängende Äste von Bäumen und Sträuchern, um zu verhindern, dass Ratten auf das Dach gelangen und von dort in den Dachboden eindringen.
  • Räumen Sie Gartenhäuser, Keller, Dachboden und andere selten genutzte Räume auf, um den Nagetieren Versteckmöglichkeiten zu nehmen.
Ratten passen durch kleinste Ritzen
Ratten passen durch kleinste Ritzen und können Tunnel graben

Trotz dieser vorbeugenden Maßnahmen kann es sein, dass Ratten ins Haus eindringen, beispielsweise indem sie sich einen Tunnel graben oder ein Loch in poröse Materialien wie Putz, Holz oder Kunststoff nagen.

3. Wie erkenne ich, dass Ratten im und ums Haus sind?

Wenn Sie in Ihrem Haus Anzeichen für einen Rattenbefall erkennen, sollten Sie schnell handeln, bevor sich die Population zu stark vermehrt. Folgende Anzeichen können auf einen aktiven Befall hindeuten:

  • Kotspuren: Ratten hinterlassen Kot, der wie dunkle, längliche Körner aussieht, und Urin. Bei starkem Befall entwickelt sich ein unangenehmer Geruch nach Ammoniak.
  • Schmierspuren: Ratten nehmen häufig den gleichen Weg zu ihrem Bau oder ihren Nahrungsquellen. Mit der Zeit hinterlassen sie entlang ihrer Laufwege Markierungen aus Körperfett vermengt mit Schmutz und Staub.
  • Nagespuren: Ratten nagen an Kabeln, Verpackungen und Holz. Achten Sie auf Zahnabdrücke, beispielsweise auf Lebensmitteln oder Möbeln.
  • Geräusche: Ratten sind nachtaktiv. Achten Sie insbesondere nachts auf kratzende Geräusche, Getrappel oder das Quietschen von Jungtieren.
  • Sichtbare Ratten: Wenn Sie einzelne Ratten tagsüber sehen, ist dies ein deutliches Zeichen für einen starken Befall im Haus oder Garten. Tote Tiere sind ein Hinweis darauf, dass die Population krank oder vergiftet ist.
  • Löcher: Erdlöcher im Garten oder auf dem Grundstück können ebenfalls ein Anzeichen für einen Rattenbefall sein.
Ratten im Haus
Nagespuren an Kabeln, Möbeln oder Verpackungen sind ein Hinweis auf Ratten

Sobald Sie eines dieser Anzeichen bemerken oder lebende Ratten in Ihrem Umfeld sehen, sollten Sie einen professionellen Schädlingsbekämpfer beauftragen und den Befall dem zuständigen Gesundheitsamt oder Ordnungsamt melden; hier sind die Vorschriften je nach Bundesland unterschiedlich. Tipps gegen Ratten wie scharfe Gewürze, benutztes Katzenstreu oder andere Hausmittel helfen in der Regel höchstens, um einzelne Ratten zu vertreiben. 

4. Im Notfall: Professionelle Rattenbekämpfung

Ratten im Haus sind nicht nur unangenehm, sondern können auch gefährlich sein. Da es sich um Wildtiere handelt, können die Schadnager beißen, wenn sie sich angegriffen oder in die Enge getrieben fühlen. Darüber hinaus übertragen sie durch Kot- und Urinrückstände Krankheiten und können beispielsweise an Elektrokabeln oder Isoliermaterial schwere Schäden verursachen. Da die Bekämpfung der Plage eine schwierige Aufgabe sein kann, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, insbesondere dann, wenn Kinder oder Tiere im Haushalt leben. Da Ratten Wildtiere sind, können sie auch beißen, Professionelle Schädlingsbekämpfer können Ratten effektiv und nachhaltig bekämpfen. Die gute Nachricht: Moderne Rattenbekämpfung funktioniert heute vielfach ohne Gift und digital vernetzt. Durch ein permanentes Schädlingsmonitoring lassen sich Ratten vorbeugend beziehungsweise proaktiv bekämpfen, sodass es gar nicht erst zu einer Plage kommt.

Professionelle Schädlingsbekämpfungsunternehmen finden Sie zum Beispiel über den Deutschen Schädlingsbekämpfer e.V. oder den Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. 

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Robert-Bosch-Straße 6
73278 Schlierbach

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